PC-Netzteil kaufen: Checkliste vor der Bestellung
Das Netzteil versorgt CPU, Grafikkarte, Mainboard, Laufwerke und Lüfter mit Strom. Ein falsch dimensioniertes Gerät startet nicht oder schaltet unter Last ab. Diese Prüfung dauert zehn Minuten und verhindert Fehlkäufe.
1. Leistungsbedarf in Watt berechnen
Ein Office-PC mit iGPU braucht 300 bis 400 W. Ein Gaming-PC mit Mittelklasse-GPU braucht 550 bis 750 W. Ein High-End-PC mit RTX-Klasse und Overclocking braucht 850 bis 1.000 W.
Rigs mit mehreren Grafikkarten für Mining liegen deutlich darüber. Die AeroCool ACPS-1600W ATX Netzteil Mining 1600 W liefert 1.600 W. Die Einstufung lautet 230 V Standard.
Plane 20 % Reserve über der errechneten Volllast ein. Die Reserve hält die Lüfterdrehzahl niedrig. Sie verlängert die Lebensdauer der Kondensatoren.
2. Formfaktor und Gehäusefreigabe prüfen
ATX misst 150 mm in der Breite und 86 mm in der Höhe. Die Tiefe variiert zwischen 140 mm und 180 mm. Miss den Netzteilschacht im Gehäuse nach.
1600-W-Geräte bauen tiefer als 550-W-Geräte. Modulare Kabel brauchen zusätzlich 30 mm Platz vor dem Netzteil. Kleine Gehäuse blockieren bei zu tiefen Netzteilen den Festplattenkäfig.
3. 12V-Leistung und Schienenaufteilung lesen
Die 12V-Schiene trägt CPU und GPU. Der Wert steht auf dem Typenschild als Combined Power. Er muss 90 % der Nennleistung erreichen oder überschreiten.
Single-Rail liefert den Strom über eine Schiene. Multi-Rail verteilt den Strom auf zwei oder vier Schienen mit getrennter Absicherung. Für einen Gaming-PC sind beide Konzepte im Alltag stabil.
4. Anschlüsse für Board und GPU zählen
Moderne Boards brauchen einen 24-Pin-ATX-Stecker. CPUs brauchen einen 8-Pin-EPS-Stecker, viele Boards zwei. Grafikkarten brauchen ein bis drei 6+2-Pin-PCIe-Stecker.
Prüfe die Kabellänge ab 550 mm für Big-Tower. Semi-passive Netzteile schalten den Lüfter unter 30 % Last ab. Vollmodulare Geräte lassen ungenutzte Stränge im Karton.






